Shiatsu mit Menschen, die Missbrauch erfahren haben

mit Meike Kockrick

Wenn Menschen emotionalen, sexuellen Missbrauch oder Gewalt erfahren haben, können bestimmte Fähigkeiten nicht mehr ausreichend entwickeln werden. Häufig zeigt sich dies in einer Irritation in Bezug auf gesunde Grenzen, einem für die Situation unangemessenen Bedürfnis nach Kontrolle, kaum Zugang zu Emotionen oder sehr starken, überwältigenden Emotionen.

Die komplexe, verletzende Beziehung zwischen Opfer und Täter wird verinnerlicht und führt zu einem Wechsel von Hilflosigkeit und Ohnmacht einerseits und einer starken Wut andererseits. Die behandelnde Person kann zu einem Stellvertreter dieser zwischenmenschlichen Erfahrung werden und auch der Umgang mit Beschwerden und Erkrankungen kann davon geprägt sein.

Shiatsu bietet in der Kombination mit Elementen aus dem Somatic Experiencing einen eigenen Behandlungsansatz an. Über die Arbeit mit ausgewählten Meridianen und Körperstrukturen können Erfahrungen mit gesunden Grenzen gemacht werden. Eine prozessorientierte und körperbezogene Sprache unterstützt Klienten im gegenwärtigen Moment zu bleiben und bewusst korrigierende Erfahrungen zu erleben. So entwickelt sich eine physiologische Grundlage, um missbräuchliche Verhaltensweisen gegen sich selbst beenden zu können.

Der Kurs vermittelt außerdem, die über Missbrauch notwendigen Informationen, um heute einen sicheren Behandlungsrahmen anzubieten. So können gesunde Grenzen und emotionale Stabilität nachreifen, ohne dass eine Aufarbeitung der Ereignisse im Vordergrund steht.

Es werden folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen für die Behandlung bei traumatischen Belastungen und Missbrauch
  • ein Verständnis darüber, wie Trauma und Missbrauch im Körper wirken und welche Bedeutung dies für die Shiatsubehandlung hat
  • prozessorientierte und körperbezogene Gesprächsführung, um korrigierende Erfahrungen bewusst erleben zu können
  • wie gesunde Grenzen durch Meridianarbeit unterstützt werden können
  • sicheres und desorganisiertes Bindungsverhalten
  • Auswirkungen von narzisstischem und sadistischen Missbrauch für die Shiatsubehandlung
  • einen berührenden Ansatz in der Arbeit mit Scham-Empfindungen

Termin
02.-04.Oktober 2020  
Freitag und Samstag: 10:00 - 18:00 Uhr, Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr

Preise:
Bei frühzeitiger Anmeldung bis 4 Wochen vor Kursbeginn: 375,- Euro
ermäßigt für GSD/SGS/ÖDS-Mitglieder bei früher Anmeldung: 350,- Euro
Bei später Anmeldung (weniger als 4 Wochen vor Kursbeginn): 395,- Euro
ermäßigt für GSD/SGS/ÖDS-Mitglieder bei später Anmeldung: 375,- Euro

Der Kurs steht allen Shiatsu-TherapeutInnen und fortgeschrittenen StudentInnen im letzten Drittel einer Shiatsu-Ausbildung offen.

m kockrickMeike Kockrick ist HP und GS-anerkannte Lehr-Therapeutin. Sie lebt und arbeitet als Heilpraktikerin mit Shiatsu und Somatic Experiencing (SE) in Hamburg. Shiatsu-Ausbildung an der Schule für Shiatsu Berlin Hamburg ab 1987. Seit 1991 unterrichtet sie eigene Kurse, sowie Kurse in allen Teilen der Ausbildung unserer Schule. Seit 2003 lernt und integriert sie die Traumatherapie Somatic Experiencing (SE), sowie die Arbeit mit Bindungsdynamiken nach D. Poole Heller und das NeuroAffektive Beziehungs Modell (NARM) nach L. Heller in ihre Shiatsupraxis. Zusammen mit Wilfried Rappenecker ist sie Ko-Autorin des Buches „Atlas Shiatsu“ bei Elsevier/Urban&Fischer.

 

Mehr Information zu Meike Kockrick finden Sie hier.

 


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