Faszien in der TCM – Die Struktur der Meridiane

Meridiane (Leitbahnen) in Übereinstimmung mit somatischen und viszeralen Faszienketten

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mit Andreas Haas und Carine Gutjahr

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Die Forschungen auf dem Gebiet der faszialen Körperstrukturen haben bahnbrechende neue Ergebnisse über funktionale Zusammenhänge im Körper gebracht. Das Bindegewebe hat offensichtlich über seine bekannten Funktionen weit hinausgehende, informelle Aufgaben im Körper zu erfüllen. Es strukturiert, kontrahiert, dient als Wasserspeicher und Informationsübermittler.

Innerhalb des Bindegewebes ordnen sich die Strukturen zu faszialen Zügen, die mit der Muskulatur myofasziale Einheiten bilden und Funktionsketten für Bewegung und Statik bilden. Diese ähneln in verblüffender Weise den östlichen Meridianen. Myofasziale Schmerzgeschehen breiten sich innerhalb dieser Funktionsketten aus - und damit entlang der Meridiane. Laut aktueller Studien beträgt die Übereinstimmung über 90%.

Auch die inneren Organe sind über Faszienketten zu funktionalen Einheiten verbunden. So finden sich in den Faszien die Funktionskreise der TCM wieder, in denen Bewegungsfunktion, Organfunktion und Wahrnehmung gekoppelt sind. Aus dieser Sicht erscheinen Meridiane nicht nur als energetische Bahnen, sondern – auch – als körperlich lokalisierbare und greifbare Strukturen. Pathologien von Faszien können Änderungen in den Meridianen auslösen und umgekehrt.
 
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit diesen Zuordnungen der Meridiane und der Körperakupunkturpunkte und leiten konkrete Behandlungsmöglichkeiten ab.

Inhalte:

  • die „Anatomie“ der Leitbahnen (strukturelle Betrachtung der Meridiane)
  • tendino-muskuläre Meridiane und ihr somatischer und viszeraler Bezug
  • Das 6-Schichten Modell und die faszialen Laminae (Ebenen)
  • Palpation der faszialen Laminae und deren Zuordnungen zu Meridianverläufen
  • Akupunkturpunkte und ihre Zuordnungen zu Bewegungsfunktionen
  • Akupunkturpunkte und ihre Bedeutung für viszerale Faszienketten
  • Mu- und Shu-Punkte aus faszialer Sicht
  • integrative Behandlungskonzepte, die Energetik und Struktur verbinden

Termine:
26. – 28. Oktober ’18   
Freitag und Samstag: 10:00 - 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr

Preise:
Bei frühzeitiger Anmeldung bis 4 Wochen vor Kursbeginn: 375,- Euro
ermäßigt für GSD/SGS/ÖDS-Mitglieder bei früher Anmeldung: 355,- Euro
Bei später Anmeldung (weniger als 4 Wochen vor Kursbeginn): 395,- Euro
ermäßigt für GSD/SGS/ÖDS-Mitglieder bei später Anmeldung: 375,- Euro

Voraussetzungen:
Keine speziellen Voraussetzungen. Allerdings weisen wir darauf hin, dass sich dieses Seminar an Menschen richtet, die in ihrer therapeutischen Arbeit eine Verbindung östlicher und westlicher Behandlungskonzepte suchen. Praktische Erfahrung sowie Kenntnisse der menschlichen Anatomie und des (traditionellen) Meridiansystems werden daher vorausgesetzt.

haasAndreas Haas
Nach Ausbildungen in Humanmedizin (Teilstudium), Heilmassage, Osteopathie, Craniosacraler Therapie und Tuina-Anmo-Therapie seit 1990 Referententätigkeit in den Bereichen Faszien, Tuina und zahlreichen manuellen Therapieformen. Seit 2013 Entwicklung der Integrativen Faszientherapie® . Gründungsmitglied der FRO (Fascia Research Organisation), Gastdozent auf diversen internationalen Schulungen und Kongressen, u.a. International Fascia Research Congress, Fascia Research Summer School, FDM-Kongress Katowice, TCM-Kongress Rothenburg, IMSB Medical Pool. Gründer und Leiter des Manus Ausbildungszentrums 1998 bis 2013. Gründer und Leiter des Manus Fascia Center 2014.

gutjahrCarine Gutjahr
Shiatsu-Therapeutin. Inhaberin und Leiterin des Manus Ausbildungszentrums. Ausbildung in manuellen Therapieformen und in allen klassischen Massagetechniken, Tuina Anmo und TCM-Weiterbildungen, Craniosacraler Therapie, Faszientechniken und in Energetischer Behandlung. Lehrtätigkeit in zahlreichen manuellen Therapieformen, u.a. Schröpfen, Moxibustion, Gua Sha, Strukturelle Meridianlehre.

 

Anmeldung:
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